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Deutsch

Reicht der Integrationskurs, um den DTZ mit B1 zu bestehen?

V‑IZ Redaktion 4 Min. Lesezeit

Die kurze Antwort

Der Integrationskurs ist genau dafür gemacht, dich zum Niveau B1 zu bringen und endet mit dem Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ). Für viele Menschen reicht der Kurs allein aber nicht aus, um den DTZ wirklich mit B1 zu bestehen. Die Zahlen sind eindeutig: Im allgemeinen Integrationskurs erreichen aktuell nur rund 58 % der Teilnehmenden das Niveau B1. Alle anderen bestehen den Test nur mit A2.

Das heißt nicht, dass der Kurs schlecht ist. Er gibt dir eine solide Grundlage. Aber ob es am Ende für B1 reicht, entscheidet sich oft an dem, was du zusätzlich machst, besonders beim Sprechen und Schreiben.

Was ist der Integrationskurs?

Der allgemeine Integrationskurs umfasst insgesamt 700 Unterrichtsstunden:

  • 600 Stunden Sprachkurs: aufgeteilt in einen Basiskurs und einen Aufbaukurs (je 300 Stunden, je 3 Module à 100 Stunden).
  • 100 Stunden Orientierungskurs: Recht, Geschichte, Kultur und Leben in Deutschland.

Das Ziel ist klar: Alle Teilnehmenden sollen am Ende das Niveau B1 erreichen. Der Kurs endet mit zwei Prüfungen: dem DTZ (Sprache) und dem Test „Leben in Deutschland“ (Orientierung).

Wie funktioniert der DTZ?

Der DTZ ist eine besondere Prüfung, weil sie zwei Stufen gleichzeitig misst: A2 und B1. Du fällst also nicht einfach „durch“. Stattdessen bekommst du am Ende ein Ergebnis: entweder A2 oder B1.

Der Test hat zwei große Teile:

  1. Schriftlich (Einzelprüfung, rund 100 Minuten): Hören, Lesen und Schreiben.
  2. Mündlich (Paarprüfung): Du sprichst zusammen mit einer anderen Person.

Jeder Teil wird einzeln bewertet. Aus deiner Gesamtpunktzahl ergibt sich dann, ob du das Niveau A2 oder B1 erreichst. Wichtig: Für die meisten wichtigen Ziele, vor allem die Einbürgerung, brauchst du das Ergebnis B1. Ein DTZ mit A2 reicht dafür nicht.

Warum reicht der Kurs für viele nicht?

Wenn rund 42 % nur A2 erreichen, liegt das selten an fehlendem Willen. Es gibt klare Gründe:

  • Das Tempo ist hoch. In 600 Stunden von Null auf B1 ist viel Stoff in kurzer Zeit. Wer einmal den Anschluss verliert, kommt schwer wieder hinterher.
  • Sprechen und Schreiben sind schwer. Im Unterricht hörst und liest du viel, aber zum freien Sprechen und zum Schreiben von Briefen kommt jeder Einzelne oft zu kurz, weil die Gruppe groß ist.
  • Die Gruppen sind sehr gemischt. Manche müssen zuerst die lateinische Schrift lernen, andere lernen schnell. Eine Lehrkraft kann nicht für jeden das perfekte Tempo finden.
  • Wenig Übung zu Hause. Wer nur im Kurs Deutsch übt und sonst die Muttersprache spricht, macht langsamer Fortschritte.

Die Wiederholung zeigt das Problem deutlich: Wer den DTZ noch einmal schreibt, erreicht B1 sogar noch seltener. Es lohnt sich also, gleich beim ersten Mal gut vorbereitet zu sein.

So erhöhst du deine Chance auf B1

Der Kurs ist die Grundlage. Diese Schritte machen den Unterschied zwischen A2 und B1:

  1. Jeden Tag etwas Deutsch. Auch 20 bis 30 Minuten regelmäßig bringen mehr als viel Lernen kurz vor der Prüfung.
  2. Sprechen üben, nicht nur lesen. Sprich laut, nimm dich auf, hör dir zu. Die mündliche Prüfung entscheidet mit.
  3. Briefe und Texte schreiben. Der Schreibteil im DTZ ist sehr formelhaft (Einladung, Beschwerde, Entschuldigung). Wer das geübt hat, sammelt sichere Punkte.
  4. Mit echten Übungssätzen trainieren. Mach Modelltests, damit dich das Format am Prüfungstag nicht überrascht.
  5. Eine Stufe sauber abschließen, bevor die nächste kommt. Wer A1 und A2 wirklich beherrscht, hat es bei B1 viel leichter.

Genau hier kann ein zusätzlicher Online-Kurs den Integrationskurs sinnvoll ergänzen. Wenn du das Sprechen, die Aussprache und das Schreiben gezielt trainieren möchtest, findest du im Komplett-Paket A1 bis B1 einen Videokurs mit echter, zugelassener DaF-Lehrkraft, das Hueber-Lehrwerk „Schritte plus Neu“ und einen KI-Trainer, der dein Sprechen und deine Briefe korrigiert. So übst du genau die Teile, die im Integrationskurs oft zu kurz kommen, in deinem eigenen Tempo und so oft du willst.

Was, wenn es nicht für B1 reicht?

Kein Grund zur Panik. In vielen Fällen kannst du beim BAMF eine Wiederholung von bis zu 300 Stunden und eine weitere kostenlose Prüfung beantragen. Die Regeln dafür wurden zuletzt strenger, deshalb frag immer direkt bei deinem Kursträger oder beim BAMF nach, was in deiner Situation gilt.

Und für die Einbürgerung gilt weiterhin: B1 ist der Standard. Die Reform von 2024/2025 hat daran nichts geändert. Ein höheres Niveau wie C1 brauchst du nur für die seltene, schnellere Einbürgerung nach drei Jahren mit besonderen Integrationsleistungen.

Fazit

Der Integrationskurs ist ein gutes Fundament, aber kein Selbstläufer. Statistisch erreicht nur etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmenden B1. Den Unterschied machst meistens du selbst, durch regelmäßiges Üben zu Hause, vor allem beim Sprechen und Schreiben. Wenn du den Kurs gezielt ergänzt, zum Beispiel mit dem V-IZ Komplett-Paket, stehen deine Chancen deutlich besser, den DTZ gleich beim ersten Versuch mit B1 zu bestehen.

Häufige Fragen

Was passiert, wenn ich den DTZ nur mit A2 statt B1 bestehe?

Der DTZ ist nie ganz „durchgefallen“: Du bekommst entweder das Ergebnis A2 oder B1. Mit A2 hast du den Kurs zwar abgeschlossen, aber für die Einbürgerung und viele Behördenwege brauchst du B1. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du beim BAMF eine Wiederholung beantragen und den Test noch einmal kostenlos schreiben.

Wie viele Menschen schaffen im Integrationskurs wirklich B1?

Laut BAMF-Statistik erreichen aktuell rund 58 % der Teilnehmenden im allgemeinen Integrationskurs das Niveau B1. Die anderen bestehen den DTZ nur mit A2. Bei Wiederholungsprüfungen liegt die B1-Quote sogar deutlich niedriger.

Kann ich den DTZ wiederholen, wenn ich B1 nicht erreiche?

Ja, in vielen Fällen kannst du beim BAMF die Wiederholung von bis zu 300 Unterrichtsstunden und eine weitere kostenlose Prüfung beantragen. Die Regeln dafür wurden zuletzt aber strenger, deshalb solltest du immer direkt bei deinem Kursträger oder beim BAMF nachfragen, was für dich gilt.

Brauche ich für die Einbürgerung B1 oder C1?

Für die normale Einbürgerung reicht weiterhin B1. C1 wird nur für die schnellere Einbürgerung nach drei Jahren verlangt, zusammen mit besonderen Integrationsleistungen. Die Reform von 2024 hat B1 als Standard bestätigt.

Welche Teile hat der DTZ genau?

Der DTZ besteht aus einem schriftlichen Teil mit Hören, Lesen und Schreiben sowie einer mündlichen Paarprüfung. Jeder Teil wird einzeln bewertet, und aus der Gesamtpunktzahl ergibt sich, ob du A2 oder B1 erreichst.

Wie kann ich mich neben dem Integrationskurs zusätzlich vorbereiten?

Am wichtigsten ist regelmäßiges Üben zu Hause, vor allem beim Sprechen und Schreiben, weil diese Teile vielen schwerfallen. Ein Online-Kurs mit Lehrkraft und KI-Trainer für Aussprache und Briefe kann den Integrationskurs gut ergänzen und gezielt auf den DTZ vorbereiten.